Sport

Marathon in Hamburg

Nils 26. April 2009

Teilnehmer beim Marathon Hamburg 2009

Heute war er wieder: der Hamburg Marathon, Deutschlands zweitgrößtes Laufereignis. Früher, also “damals”, da hieß er noch hanse-Marathon. So habe ich ihn kennengelernt, so nenne ich ihn auch immer noch. Macht mehr Sinn. Immerhin ist das ein Laufereignis in einer Hansestadt.

Der Lauf, hinter dem der Hamburger Leichtathletik-Verband steht, hieß von 1986 bis 1990 hanse-Marathon, danach wurde er nach dem jeweiligen Sponsor benannt. Von 1991 bis 1997 hieß er Shell-hanse-Marathon, zwei Jahre lang war es nur der Shell-Marathon. Von 2000 bis 2002 nannte sich der Lauf Hansaplast-Marathon — machte auch Sinn, bei den vielen Blasen an den vielen Füßen, da braucht es schon das eine oder andere Pflaster. 2003 bis 2005 lief man unter der Flagge von Olympus, schließlich hielt es Conergy auch nur drei Jahre als Sponsor aus.

Zuletzt klang das alles nicht wirklich rund. In diesem Jahr hat ein Möbelgeschäft kurzfristig die Hauptsponsortätigkeit übernommen. Zum Glück heißt der Lauf, der zum 24. Mal in Hamburg ausgerichtet wurde, jedoch nicht Möbel-Kraft-Marathon (also offiziell schon), sondern schlicht Marathon Hamburg. Danke, das macht Sinn, das gefällt.

HubschrauberSo verrückt bin ich nicht, als dass ich mitlaufen würde. Aber da die Strecke ziemlich dicht bei mir vorbeiführte – und durch die Hubschrauber eh ein Ausnahmezustand-Gefühl aufgekommen war –, habe ich mir mal den Spaß bei Kilometer 5 in der Bernadottestraße angeschaut.

Sehr ruhig dort. Hier waren um kurz vor 9 Uhr noch keine Massen am Straßenrand zu sehen, keine Familien mit Tisch, Stuhl und Kartoffelsalat. Lediglich einzelne Grüppchen (auch Familien — ohne Salat) standen hier.

Gegen 9 Uhr kamen die Handbiker vorbei. Eine recht überschauliche Gruppe, die allerdings ein weit auseinandergezogenes Feld aufwies. Leider hat meine kleine Kamera die Handbiker nicht vernünftig ablichten können, da die doch recht schnell waren. Okay, später kamen noch einige an, die schon bei Kilometer 5 keuchten und schnauften, die waren nicht mehr so schnell, die mochte ich ihn ihrer Qual allerdings auch nicht ablichten. Fand ich irgendwie gemein.

Danach erschien eine Hand voll Rollstuhlfahrer, die sich ebenfalls redlich abmühten. Für beide Gruppen: Hut ab und tiefe Verneigung für die Leistungen! Ich könnte knapp 42 Kilometer nicht auf meinen Beinen bewältigen, das dann noch nur mit der Kraft der Arme zu schaffen — unglaubliche Leistung.

Auch wenn an Kilometer 5 nicht halb Hamburg stand, nicht einmal halb Ottensen, ja nicht einmal die halbe Bernadottestraße — die Stimmung war klasse. Jeder Handbiker, jeder Rollstuhlfahrer und natürlich die große Laufmeute, die gegen 9.10 Uhr an mir vorbei kam, wurden mit lautem Klatschen, Gejohle, Rasseln sowie Tröden begrüßt und angefeuert. Bei so viel Sympathie für die Sportler — da musste man einfach breit grinsen. Sehr schön.

Doch diese Sportbegeisterung ist in Hamburg immer zu sehen. Auch die Cyclassics sind ein einziges Straßenrandfest, ebenso der Triathlon. Wobei die Lutzi natürlich erst in Richtung Innenstadt richtig abgeht.

Wie oben schon angedeutet — dank der Luftbilder, die aus Hubschraubern aufgenommen werden, fühlt man sich manchmal wie in einem Krisengebiet, oder einem Land, in dem Terroristen gesucht werden. Ganz “schlimm” ist das immer bei den Cyclassics, wenn die Profis mehrmals über die Elbchaussee radeln. Das bedeutet entsprechend in regelmäßigen Abständen ducken und abtauchen.

Allen Teilnehmern wünsche ich gute Erholung und stramme Waden.

Impressionen vom Millerntor

Markus 28. Februar 2009

Blick durch die Che-Flagge aus der Süd-Kurve auf die Mannschaft dsfprotest1 Am Montag gab es ein besonderes Spiel am Millerntor zu erleben: St. Pauli gewann 2:0 gegen Kaiserslautern. Doch das war - bei aller Bedeutung des Ergebnisses für den weiteren Verbleib des Hamburger Kultclubs in Liga zwo - beinahe Nebensache. Die Hauptsache war wieder einmal die unvergleichliche Stimmung am Millerntor. Ein paar Impressionen zum Spiel nach dem Klick auf [mehr...] Den ganzen Beitrag lesen »