Archiv für das Tag 'hamburg'

Rüdiger Ditz – Chefredakteur bei Spiegel Online

Vivian 16. Dezember 2008

..im Raum steht die Frage, wer ist für mich eigentlich ein richtiger Hamburger?

Nachdem ich gerade per Zufall das Portrait von Rüdiger Ditz gelesen habe, hätte ich da eine Idee, denn er hat für mich die Beschreibung der Hansestadt auf den Punkt gebracht:

„Hamburg hat eine Lässigkeit, ohne ordinär zu sein, ist Weltstadt ohne anzugeben…“.

Er wurde zwar nicht vom Tellerwäscher zum Millionär aber vom Volontair bei der Hamburger Morgenpost zum Chefredakteur bei Spiegel Online . Wie das geht erfahrt Ihr im kompletten Portrait auf Seite 24 der aktuellen ALWAYS ON.

PS: …es ist übrigens gar nicht so leicht Infos über seinen Werdegang zu bekommen. Bisher gibt es zu mindest im Netz keine Interviews zum neuen Chefredakteur von Spiegel Online

In nur fünf Minuten zum Erfolg - Webfuture Award

Vivian 16. Dezember 2008

Was sich in der Hamburger Web- und Startup-Szene so tut konnte man beim Webfuture Award von Hamburg@work gut beobachten. Gesucht wurden ab Juni die besten und innovativsten Ideen der Branche.

Der Clou an dem Wettbewerb: Die neuen Gründer trafen beim Business Idea Speeddating auf die sogenannten „Großen der Branche“.
In der Jury saßen Geschäftsführer und E-Commerce-Experten von Unternehmen wie IBM, Otto, Freenet und Co. Wie beim richtigen Speeddating ging es darum die Jury-Mitglieder in nur 5 Minuten von dem Geschäftskonzept und der innovativen Idee zu überzeugen.

Geschafft hat es dann Sherlock Homes, ein Onlineportal für Mietwohnungen – via Auktionsprinzip wird hier eine faire Courtage ermittelt. Online gehen die Jungs im Januar von Hamburg aus. Man darf gespannt sein. Vielleicht ist das ja auch endlich die Lösung für die nervenaufreibende und mühselige Suche nach der Traumwohnung zu erschwinglichen Preisen in Hamburg.

Und wie es sich für einen Web-Award gehört, gibt es natürlich auch einen Videopodcast dazu - viel Spaß beim gucken :)

Next 09 - sharing economy

Vivian 16. Dezember 2008

Bereits zum 4. Mal findet die Next Conference in Hamburg statt, in 2009 unter dem Motto “sharing economy”.
Ganz im Sinne der Grundidee Martin Weitzmans

” Je mehr wir unseren Erfolg mit anderen teilen, umso mehr profitieren wir selbst davon”

wird es also darum gehen, wie man durch teilen echten Mehrwert generiert, wie Marken ihre Kunden einbinden können um davon zu profitieren und was uns eigentlich dazu motiviert zu teilen.

Wie jedes Jahr werden auch diesmal eine Reihe von bekannten Speakern dabei sein um diese Fragen näher zu untersuchen und dabei Strategien und Erfolgsgeschichten vorzustellen, die zeigen wie man durch teilen zum Erfolg kommt.

Zum ersten Mal findet die Next über 2 Tage statt und zwar am 5. und 6. Mai auf Kampnagel statt, meiner Meinung nach eine ideale Umgebung für die Next09 - warum? Lest selbst:

Kampnagel ist ein produktives Labor für Ideenentwicklung, ein Think Tank, Ort für Kontroversen, Tagungen aber auch ein lebendiger Konzertsaal, Music Lounge, Club. Hier wird an neuartigen Formaten gearbeitet, die nach zeitgemäßen Formen von Öffentlichkeit, Kommunikation, Interaktion, Partizipation und Wissensvermittlung suchen.

Denn Kampnagel ist nicht nur ein Kunsttempel. Es öffnet sich in die Gesellschaft
und in die umgebende Realität. Wir begreifen Hamburg nicht nur als die Stadt,
für deren Bewohner wir Stücke einladen und produzieren, sondern auch als
Untersuchungsraum, Materiallager, Schauplatz und natürlich als Bühne, die wir mit mobilen Formaten bespielen.  Quelle

Weitere Informationen sowie Tickets findet Ihr auf der offiziellen Seite zur Next09.

Kalt und steif

Nils 12. Dezember 2008

Eisbild von Bob.Fornal auf flickr

Um den ewigen Städtekrieg noch einmal anzuschüren: Kommt man in Deutschland herum und gibt das “Geheimnis der Herkunft” preis, dann erntet man oft – nicht immer – eine gerümpfte Nase. Gefolgt von einem Stereotyp. So wie immer behauptet wird, in Hamburg würde es 24/7 regnen – was nicht stimmt –, so hört man auch öfters die Behauptung, Hamburger seien alle steif, kalt, hochnäsig, abweisend. Das ist gaaanz typisch für alle Hamburger. Mit diesen Hanseaten kann man nie warm werden. Mit einer jeckischen Frohnatur aus dem Pott kann man einen Hamburger gar nicht vergleichen. Irgendwann nimmt man als Hamburger selber dieses Bild an.

Beim vorweihnachtlichen Glühweintrinken-und-Arschabfrieren mit den Kollegen kam das Gespräch auch zutage. Der junge, stets freundlich grinsende Kollege kam auf das Thema zu sprechen. Er würde die Hamburger lieben, sagte er. “Bitte?”, fragte ich. Immerhin sei auch mir bewusst, dass uns Hamburger “alle da draußen” immer nur als kalt und unnahbar ansehen würden. Wie kommt der dazu, uns Hamburger zu mögen?

Der Kollege erzählte, dass er in seinen jungen Jahren bereits in vielen Städten gelebt hätte. Zuletzt in München. Und – ganz unter uns – die Hamburger sind ihm bei weitem lieber. Die sind nämlich ehrlicher, wusste der Globetrotter zu erzählen. In München, ja da ist man immer gleich “gut befreundet” und gibt sich hier ein Bussi, dort ein Bussi. Aber sobald man denen den Rücken zukehrt, wird über einen gelästert. Anders in Hamburg!

Freundschaften in Hamburg werden erarbeitet. Der Hamburger ist wohl so manches Mal kühl und reserviert, man kann es auch vorsichtig nennen. Erst nach einigem Geschnüffel und Abgetaste, entscheidet der Hamburger, ob ihm sein Gegenüber gefällt. Interessante Ansicht, die der Ex-Münchner da hat. In Hamburg muss man sich seine Freundschaft erarbeiten — dann ist sie aber auch ehrlich und dick.

So (dicke) hatte ich das bisher noch nicht gesehen. Deshalb freute mich auch diese durchaus positive Meinung über uns Hamburger sehr. “Du bist Hamburger? So ein echter?”, wurde ich mit großen Augen gefragt? “In Fleisch und Blut.” “Toll!”

Selten war ich so stolz, ein Hamburger zu sein. Wir sind nämlich nicht so steif und kalt, wie immer behauptet.

Foto: Bob.Fornal

Microblogging Conference 23-24.1.09

Vivian 4. Dezember 2008

Am 23. und 24.Januar 09 wird die erste Microblogging Conference (MBC 09) im Lichthof der Hamburger StaBi stattfinden.

MBC 09

Microblogging, der Austausch von kurzen Nachrichten mit einer definierten oder undefinierten Leserschaft, gewinnt nicht nur im privaten Umfeld immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grunde ist der Besuch der MBC09 nicht nur für diejenigen interessant, die sich heute schon intensiv mit Twitter, Laconi.ca und Co. beschäftigen.

Die Themen werden im zugehörigen MBC 09 blog wie folgt vorgestellt:

  1. Konzepte wie verteilte, dezentrale und offene Netzwerke,…
  2. Services wie identi.ca, Twitter, Jaiku, Pownce, Plurk,…
  3. Free & Open Software und Frameworks wie Laconica, OpenMicroBlogger,…
  4. Protokolle wie OpenMicroBlogging,…
  5. Kanäle für die Erstellung und Verbreitung wie SMS, E-Mail, Instant Messaging oder Web
  6. Technische Protokolle und Basis-Plattformen wie XMPP,…
  7. Hands-on Workshops und Tutorials zur Installation, Konfiguration, Integration, Betrieb und Optimierung
  8. Anwendungsbereiche aus IT, Technik, Wirtschaft, Politik,…
  9. Applikationen und Add-ons
  10. Offene Panel-Diskussionen über Sinn und Zukunft und mehr

Das Organisationsteam rund um Cem Basman bietet an diesen Tagen eine Mischung aus Konferenz und barcamp d.h. es wird festgelegte Vorträge und Panels geben aber auch die Möglichkeit vor Ort ein Thema vorzuschlagen und dazu einen Vortrag oder eine Diskussion zu initieren.

Das Ticket für beide Tage kostet nur 38€, die Einnahmen werden vollständig für die Abdeckung der Kosten verwendet (O-Ton Veranstaltungsräume, Konferenztechnik und Verpflegung für alle mit Frühstück, Mittagessen, Abendbuffet mit Party und was so sonst an Kleinkram anfällt..).

Ich hoffe man sieht sich!

Fettes Brot am 5.12. in der Colorline Arena

Vivian 3. Dezember 2008

Nordisch, uh uh uh , nordisch by nature…. Fettes Brot hat es 1995 geschafft mit “nordisch by nature” sowas wie die inoffizielle Hamburger Hymne zu etablieren und am 5.12 haben wir Hamburger die Chance diesen Kultsong in der Colorline Arena live zu sehen.

Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern - damals sangen zu diesem Song alle Diskobesucher begeistert mit und auf der Tanzfläche wurde “gehüpft und gesprungen” als gäbe es kein Morgen.

Was einst mit Hip Hop begann wurde im Laufe der Jahre immer undefinierbarer. Fettes Brot sorgte mit jedem neuen Album für neue Überraschungen und für neue Hits wie “Schwule Mädchen”, Emanuela und zuletzt “Bettina”, ein Song, der deutlich elektrolastig ist und mit seinen eindeutigen Texten hier und da für Furore sorgte.

Für Aufsehen sorgte auch eine Kooperation mit Bela B. von den Ärzten - 2003 im Zuge der Bambule Proteste entstand “tanzverbot” ein Song, der sich kritisch gegen den ehemaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill richtete.

Eines aber haben fast alle Songs von Fettes Brot gemeinsam - jeder erzählt eine Geschichte.
Die Jungs verstehen es einfach das Publikum gleichzeitig zum tanzen und zum nachdenken zu bringen und ich kann aus eigener Erfahrung sagen - jedes Konzert birngt einfach jede Menge Spaß!

Fettes Brot ist eine der wenigen “Kult-Bands” meiner Jugend, die heute noch aktiv ist und da niemand sagen kann wie lange das noch so bleibt meine Empfehlung - hin zum Konzert, ich glaube Ihr werdet es nicht bereuen!

Schönste Stadt

Nils 3. Dezember 2008

Hamburger Hauptbahnhof bei Schnee

Wir Hamburger haben die Eigenart (jedenfalls ungefähr 90% von uns), zu behaupten, dass wir in der schönsten Stadt der Welt oder “überhaupt” wohnen. Stimmt — wenn auch nicht immer. Wie jede Stadt kann sich auch die “Perle Hamburg” in ein Schmuddelgewand hüllen. Das tat sie heute.

Während in anderen Bundesländern und Städten schon seit einigen Wochen die Meldungen “Schnee!” ertönten, hockten wir auf dem Trockenen. Tatsächlich hatten wir viel Sonne, an den Tagen, an denen Andere über weiße Pracht stöhnten. Doch seit heute schnieselt (Mischung aus Schnee und Nieselregen) es. Da es dank Klimawandel zu warm ist, bleibt das Zeug kaum liegen, sondern bildet kleine “Matschhaufen an Pfützen”. Es hat gereicht, dass wieder einmal die Autofahrer alle durchgedreht und extrem vorsichtig gefahren sind.

Bei Schmuddelwetter ist auch die hanseatische Schönheit nur ein hässliches Entlein. Doch das geht allen Städten so — damit bleiben wir beim Spruch, dass Hamburg die schönste Stadt ist. Wenn man nicht gerade vor die Tür gehen muss.

Und wer übrigens behauptet, dass es in Hamburg doch “irgendwie immer nur regnen” würde, dem sei gesagt, dass das so nicht stimmt. Die Bayern, namentlich die Münchner, bekommen mehr Regen von oben pro Jahr, als wir Hamburger. Die Regentage halten sich hingegen die Waage (beide 133). Ich weiß gar nicht, woher diese Ansicht immer kommt, Hamburg wäre eine reine Regenstadt. Würden wir sonst behaupten … — na, Ihr wisst schon!?

Unkonferenz mit Mehrwert - barcamp Hamburg 2

Vivian 3. Dezember 2008

Was passiert wenn Otto für 2 Tage seine Räumlichkeiten für eine Konferenz mit knapp 400 Menschen zur Verfügung stellt, bei der bis nach dem Frühstück des ersten Tages kein Programm feststeht und bei der bis auf die Infrastruktur alles was vor Ort passiert von den Teilnehmern bestimmt wird?

Dieses Experiment fand Ende November in Form des barcamps Hamburg 2 statt, mit dem Ergebniss, dass über 80 Vorträge und Diskussionen stattfanden - mit Themen von Alternate Reality und Excel für Dummies über Headhunter und Landing Page Optimierung bis hin zu Obamas Online Marketing und dem Zend Framework.

Jeder dieser Vorträge wurde von Referenten gehalten, die zumindest selbst der Meinung waren,so sehr Experte für das jeweilige Thema zu sein, das sie sich der kritischen Meinung von 10-200 Menschen stellen. Sicherlich ist nicht jeder Vortrag qualitativ so hochwertig, wie man ihn auf einer bezahlten Konferenz geboten bekommt, ich habe aber auch öfter Vorträge erlebt, die mindestens genauso interessant, lehrreich und professionell vorgetragen wurden - manche waren sogar deutlich besser.

Hier trafen Hamburger Unternehmer wie Lars Hinrichs und Sören Stamer ganz unkompliziert auf die barcamp Gemeinde - es gibt keine Hierarchien, man konnte mit jedem locker ins Gespräch kommen und diese Chance wurde auch fleissig genutzt.
Überall standen die Teilnehmer und unterhielten sich - von angeregten Fachdiskussionen über neue Geschäftsideen bis hin zu simplen Smalltalk.

Ergo - man bekam 2 Tage lang kostenlos die Chance zu lernen, sich auszutauschen und sein Netzwerk zu erweitern, eben eine Unkonferenz mit Mehrwert.

Hier ein paar visuelle Eindrücke des Camps - ein kleiner Einblick, denn es wurden bis heute schon über 750 Bilder bei flickr hochhgeladen.


Created with Admarket’s flickrSLiDR.

Bilder von Thorsten_HH

In 2009 wird es sicherlich wieder ein Hamburger barcamp geben, genauso wie in vielen weiteren Städten in Deutschland

Aber was ist eigentlich ein barcamp?
BarCamp ist eine “Unkonferenz”, d.h. eine offene, partizipative Veranstaltung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt werden und deren Grundsatz lautet:„NO SPECTATORS,ONLY PARTICIPANTS“
Die offene Atmosphäre und die Möglichkeit selber zu gestalten, ergeben sehr aktive und innovative Veranstaltungen, die innerhalb von kurzer Zeit sehr erfolgreich und beliebt geworden sind.
Seit dem ersten BarCamp in Palo Alto (Kalifornien) im August 2005 wurden weltweit über 330 BarCamps ab-gehalten. Quelle Wikipedia, eine sehr schöne Ausführung zu barcamps gibt es bei Franz Patzig zu lesen, der auch zu dem Orga-Team des 2. Hamburger barcamps gehörte.

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