Monatsarchiv für Januar 2009

twitterlesung in Hamburg die 1.

Vivian 27. Januar 2009

Die 1. twitterlesung in hamburg mit dem wunderbaren Team von twitkrit fand in der letzten Woche leider ohne mich statt.
Zum Glück kann man heutzutage alles online nachverfolgen und wenn Hamburg schon mal eine twitterlesung hat, dann gehört das auch in hamburg-bloggt - also viel Spaß :)

Teil 2 und 3 der Videos findet Ihr hier

twestival Hamburg - twitter für den guten Zweck

Vivian 16. Januar 2009

Twitter wird auf viele unterschiedliche Arten genutzt, als Stimmungsbarometer, als Standortangabe, als Wissenschleuder, als Chat und und und - was es bisher aber noch nicht gab war die weltweite organisation eines Charity Events.

Das twestival ( twitter +Festival ) wurde vor wenigen Tagen über twitter in die Welt getragen.

Das Grundprinzip ist einfach - Freiwillige organisieren für möglichst geringe Kosten ein Event, suchen Sponsoren , trommeln möglichst viele Menschen zusammen und das was unterm Strich rauskommt geht zu 100% an charity:water.
Diese Hilfsorganisation baut Brunnen in Entwicklungsländern um den Menschen Zugang zu etwas zu schaffen, dass für uns selbstverständlich und dort dringend benötigt ist - sauberes Wasser. In diesem Jahr ist es z.B. deren Ziel 100 Schulen mit Wasser zu versorgen.

Am Donnerstag den 12.02.09 sollen weltweit diese Parties steigen, bis dahin ist noch viel zu tun.

Gesucht werden Sponsoren und Helfer

Ob Sachsponsoren für die Location, Getränke, Tombolapreise, Equipment, Organisationshelfer oder finanzielle Uinterstützung - wir sind für jede Hilfe offen und dankbar.
Also wenn Ihr jemanden kennt der helfen kann, selbst helfen wollt oder wissen möchtet was das denn für Euch bringt, dann meldet Euch bei mir via twitter @zeniscalm , hier im Netz oder per Email an sponsoren ätt twestival.de.
Bitte in den Betreff - twestival hamburg schreiben, denn Tapio, der das Frankfurter twestival organisiert war so freundlich uns eine deutschlandweite Adresse anzulegen.

Gesucht werden möglichst viele Menschen, die mit Spaß was Gutes tun möchten

Und das nicht nur auf der Veranstaltung selbst, sondern auch im Vorfeld! Zwitschert, bloggt oder erzählt vom Hamburger twstival!

Ich bin sehr gespannt auf dieses weltweite Experiment - wieviel Power hat die twitter-Gemeinde, was können wir erreichen? Wir werden es sehen aber ich bin sehr optimistisch, dass es was großes wird.

Hamburger eLearning Magazin

Markus 13. Januar 2009

Hamburger eLearning Magazin An der Uni Hamburg wird das Thema eLearning in vielen Bereichen immer wichtiger.  Um sich einen Überblick zu verschaffen, was in Sachen elektronischer Wissensvermittlung in den verschiedenen Fachbereichen so passiert, bietet sich die Lektüre des neu herausgegebenen Hamburger eLearning Magazins an. Ab sofort berichtet das Zentrale eLearning-Büro (ZeB) der Universität Hamburg einmal pro Semester über entsprechende eLearning-Aktivitäten.

Heft Nr. 01 hat einen Umfang von 36 Seiten. Es steht unter dem Titel «Seminare ans Netz» und kann im Format PDF kostenlos heruntergeladen werden (Download).

Auf Seite 9 berichtet zum Beispiel Anne Christensen von der StaBi Hamburg über das Katalog 2.0-Projekt beluga der Hamburger Bibliotheken: «Immer beta, immer partizipativ. Die Rechercheplattform beluga»:
Beluga - Katalog 2.0

beluga soll eine Brücke schlagen zwischen bibliothekarischen Katalogen und Datenbanken einerseits und den Lernmanagementsystemen der Hamburger Universitäten andererseits. Die dafür notwendigen Schnittstellen werden es außerdem erlauben, Literaturlisten auch in anderen Zusammenhängen weiter zu verwenden. Ganz konkret wird hier mit der Fachcommunity „life“ an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft zusammengearbeitet, um die persönlichen Profile innerhalb der Plattform mit Angaben zu Lieblingsbüchern und Literatur zu aktuellen Themen in Studium und Lehre anzureichern.

Oder - um nur eines der weiteren Beispiele zu nennen - auf Seite 19 gibt die Historikerin Dr. Sabine Panzram Einblick in das «Hauptseminar ‘Alte Geschichte’ – ‘Leben und Wohnen in einer römischen Stadt’»:

Alte Geschichte – Leben und Wohnen in einer römischen Stadt

Ziel des Projektes war es, die „Neuen Medien“ in die „Alte Geschichte“ zu bringen - also den Studierenden die Möglichkeit zu geben, das von mir abgehaltene Hauptseminar, welches im Umfang von zwei Semesterwochenstunden in den Themenkomplex „Leben und Wohnen in einer römischen Stadt“ einführt, in Form einer so genannten „digitalen Hausarbeit“ (mit Adobe Presenter vertonte Powerpoint-Präsentation) abzuschließen.
Erarbeitet werden sollten im Verlauf des Wintersemesters die entscheidenden Konstituenten römischer Herrschaftspraxis von der Republik bis in die Spätantike, exemplarisch, im Westen wie im Osten des Imperium Romanum: Stadtplanung und Wohnkultur, die Ausbreitung des „Roman Way of Life“ im Sinne einer städtischen Kultur als Lebensstil.

Weitere Themen: Blended-Learning in der kriminologischen Forschung, Entwicklung eines Programms zur automatisierten Erstellung von eLearning-Kursen, Netzwerk Schiffs- und Meerestechnik und vieles mehr. Finde es ganz spannend zu sehen, wie in den unterschiedlichsten Fachbereichen ganz praktisch versucht wird, das Studium durch sinnvolle eLearning-Anwendungen anzureichern. Ein Blick in das Heft lohnt sich auf jeden Fall.

Ein Museum für Die Schlumper

Nils 9. Januar 2009

Karl-Ulrich Iden, Hammaburg 89

Es gibt viele Künstler in Hamburg — keine Frage. Manche sind aber so außergewöhnlich, dass man doch mal einen genaueren Blick drauf werfen muss. Schon mal etwas von Art Brut gehört? Vermutlich nicht, dabei ist das eine Form der Kunst, die schon lange praktiziert wird und mittlerweile auch in der internationalen Kunstszene Beachtung findet. Hamburg hat eine wichtige, eine große Art Brut-Werkstatt. Hier arbeiten Menschen mit (meist) psychischer Erkrankung. Die Künstler haben sich “die Kunst” oft autodidaktisch beigebracht. Heraus kommt eine andere Kunst, als wir sie aus den Galerien und Museen kennen.

Museen ist das Stichwort: Wie bereits erwähnt, hat Hamburg eine große Art Brut-Werkstatt und das schon seit über 20 Jahren. Die Künstler-Gruppe nennt sich “Die Schlumper”, da das erste Atelier in der Straße “Beim Schlump” war. Seit 1993 gibt es das in Deutschland einzigartige Programm “Schlumper von Beruf”. Die 22 Künstler, die teilweise jede freie Minute im Atelier verbringen und z.B. malen, zeichnen oder bildhauen, bekommen für ihre Arbeit monatlich ein Gehalt. Ein, so finde ich, wichtiger Aspekt, der den Kunstschaffenden das Gefühl gibt, dass sie nicht einfach nur “Gestaltherapie” machen. Ihre Arbeit ist echte Arbeit, für die sie einen Lohn bekommen. Ihre Kunstwerke werden verkauft, wovon u.a. ihr Gehalt bezahlt wird. Ganz wie bei den “normalen Künstlern”, also ein Stück Normalität.

Zurück zum Museum. Die Schlumper sind enorm produktiv, nicht jedes Kunststück wird verkauft. Deshalb ist ein Museum in Planung. Über 5.000 Kunstwerke warten darauf, einer breiten Öffentlichkeit gezeigt zu werden. Als Standort ist Hamburgs ältestes Schulgebäude in die engere Wahl gekommen. In der Thedestraße 101 soll dieses einmalige Museum entstehen.

Derzeit gehört das Gebäude einer Investmentgruppe. Das Gebäude aus dem Jahr 1886 muss angekauft und saniert werden. Dann kann der Ausbau zum Museum stattfinden. Die Kosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro, die Die Schlumper selber aufbringen müssen. Derzeit gibt es keine Unterstützung durch Mäzenen oder die Stadt Hamburg. Was sehr schade ist, immerhin bekäme die Stadt ein einzigartiges Museum! Vielleicht finden sich ja doch noch spendenfreudige Hamburger? So eine Chance dürften sich die Hamburger eigentlich nicht durch die Lappen gehen lassen.

Für weitere Informationen zum geplanten Museum, den Künstlern und dem Spendenkonto, schauen Sie einfach auf die Seite der Schlumper. Einen interessanten Bericht über die Künstlergruppe findet man beim Stern oder auch beim Spiegel. Hier gibt es außerdem ein Video zu der Gruppe zu sehen.

Eisige Elbe: Schollen schlecht für die Schifffahrt

Markus 8. Januar 2009

Eisschollen auf der Elbe

Die klirrende Kälte hält ganz Deutschland in eisigem Atem. Davon bleibt auch Hamburg nicht verschont. Die Schifffahrt in und um Hamburg wird in weiten Teilen vom Zugriff des Eises beeinträchtigt. Die Schollen bedecken zunehmend die Elbe. So auch zu sehen auf obigem Foto, das ich heute Mittag an der Elbe auf Höhe Landungsbrücken aufgenommen habe.

Touristen an den Landungsbrücken: Möwenumschwirrter Blick aufs EisWelt Online meldet etwa: Kältewelle legt Hamburger Hafenrundfahrten vorerst lahm. Die Touristen dürfen also zur Zeit nicht mehr ihre beliebten Hafenrundfahrten machen. Doch dafür bieten sich andere Attraktionen an: Das auf der Elbe schwimmende Eis kann bestaunt werden. Am besten noch von der Aussichtsplattform an den Landungsbrücken aus, denn dabei können sie sich zusätzlich zum Blick aufs Eis noch von den Möwen umschwirren lassen, quasi als frostig-maritime Zugabe zum Schifffahrtsausfallprogramm.

Wer gerne weitere Bilder von eisiger Schönheit sehen möchte, aber zur Zeit der Hansestadt keinen Besuch abstatten kann, oder zwar hier ist, aber nicht dazu kommt, nach fotografischen Kälteimpressionen Ausschau zu halten, kann dies auch von der wohligen Wärme der heimischen Stube aus tun. Zu irgendetwas müssen diese ganzen Web 2.0-Dienste doch gut sein: Warum also nicht den Fotosharingdienst Flickr konsultieren und im Flickr-Blog die wunderbaren Eiseskälte-Aufnahmen bestaunen oder selbst nach weiteren Fotos Ausschau halten, die mit Hamburg und Eis verschlagwortet sind? Viel Spaß beim Betrachten!