Monatsarchiv für Dezember 2008

Fettes Brot am 5.12. in der Colorline Arena

Vivian 3. Dezember 2008

Nordisch, uh uh uh , nordisch by nature…. Fettes Brot hat es 1995 geschafft mit “nordisch by nature” sowas wie die inoffizielle Hamburger Hymne zu etablieren und am 5.12 haben wir Hamburger die Chance diesen Kultsong in der Colorline Arena live zu sehen.

Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern - damals sangen zu diesem Song alle Diskobesucher begeistert mit und auf der Tanzfläche wurde “gehüpft und gesprungen” als gäbe es kein Morgen.

Was einst mit Hip Hop begann wurde im Laufe der Jahre immer undefinierbarer. Fettes Brot sorgte mit jedem neuen Album für neue Überraschungen und für neue Hits wie “Schwule Mädchen”, Emanuela und zuletzt “Bettina”, ein Song, der deutlich elektrolastig ist und mit seinen eindeutigen Texten hier und da für Furore sorgte.

Für Aufsehen sorgte auch eine Kooperation mit Bela B. von den Ärzten - 2003 im Zuge der Bambule Proteste entstand “tanzverbot” ein Song, der sich kritisch gegen den ehemaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill richtete.

Eines aber haben fast alle Songs von Fettes Brot gemeinsam - jeder erzählt eine Geschichte.
Die Jungs verstehen es einfach das Publikum gleichzeitig zum tanzen und zum nachdenken zu bringen und ich kann aus eigener Erfahrung sagen - jedes Konzert birngt einfach jede Menge Spaß!

Fettes Brot ist eine der wenigen “Kult-Bands” meiner Jugend, die heute noch aktiv ist und da niemand sagen kann wie lange das noch so bleibt meine Empfehlung - hin zum Konzert, ich glaube Ihr werdet es nicht bereuen!

Schönste Stadt

Nils 3. Dezember 2008

Hamburger Hauptbahnhof bei Schnee

Wir Hamburger haben die Eigenart (jedenfalls ungefähr 90% von uns), zu behaupten, dass wir in der schönsten Stadt der Welt oder “überhaupt” wohnen. Stimmt — wenn auch nicht immer. Wie jede Stadt kann sich auch die “Perle Hamburg” in ein Schmuddelgewand hüllen. Das tat sie heute.

Während in anderen Bundesländern und Städten schon seit einigen Wochen die Meldungen “Schnee!” ertönten, hockten wir auf dem Trockenen. Tatsächlich hatten wir viel Sonne, an den Tagen, an denen Andere über weiße Pracht stöhnten. Doch seit heute schnieselt (Mischung aus Schnee und Nieselregen) es. Da es dank Klimawandel zu warm ist, bleibt das Zeug kaum liegen, sondern bildet kleine “Matschhaufen an Pfützen”. Es hat gereicht, dass wieder einmal die Autofahrer alle durchgedreht und extrem vorsichtig gefahren sind.

Bei Schmuddelwetter ist auch die hanseatische Schönheit nur ein hässliches Entlein. Doch das geht allen Städten so — damit bleiben wir beim Spruch, dass Hamburg die schönste Stadt ist. Wenn man nicht gerade vor die Tür gehen muss.

Und wer übrigens behauptet, dass es in Hamburg doch “irgendwie immer nur regnen” würde, dem sei gesagt, dass das so nicht stimmt. Die Bayern, namentlich die Münchner, bekommen mehr Regen von oben pro Jahr, als wir Hamburger. Die Regentage halten sich hingegen die Waage (beide 133). Ich weiß gar nicht, woher diese Ansicht immer kommt, Hamburg wäre eine reine Regenstadt. Würden wir sonst behaupten … — na, Ihr wisst schon!?

Unkonferenz mit Mehrwert - barcamp Hamburg 2

Vivian 3. Dezember 2008

Was passiert wenn Otto für 2 Tage seine Räumlichkeiten für eine Konferenz mit knapp 400 Menschen zur Verfügung stellt, bei der bis nach dem Frühstück des ersten Tages kein Programm feststeht und bei der bis auf die Infrastruktur alles was vor Ort passiert von den Teilnehmern bestimmt wird?

Dieses Experiment fand Ende November in Form des barcamps Hamburg 2 statt, mit dem Ergebniss, dass über 80 Vorträge und Diskussionen stattfanden - mit Themen von Alternate Reality und Excel für Dummies über Headhunter und Landing Page Optimierung bis hin zu Obamas Online Marketing und dem Zend Framework.

Jeder dieser Vorträge wurde von Referenten gehalten, die zumindest selbst der Meinung waren,so sehr Experte für das jeweilige Thema zu sein, das sie sich der kritischen Meinung von 10-200 Menschen stellen. Sicherlich ist nicht jeder Vortrag qualitativ so hochwertig, wie man ihn auf einer bezahlten Konferenz geboten bekommt, ich habe aber auch öfter Vorträge erlebt, die mindestens genauso interessant, lehrreich und professionell vorgetragen wurden - manche waren sogar deutlich besser.

Hier trafen Hamburger Unternehmer wie Lars Hinrichs und Sören Stamer ganz unkompliziert auf die barcamp Gemeinde - es gibt keine Hierarchien, man konnte mit jedem locker ins Gespräch kommen und diese Chance wurde auch fleissig genutzt.
Überall standen die Teilnehmer und unterhielten sich - von angeregten Fachdiskussionen über neue Geschäftsideen bis hin zu simplen Smalltalk.

Ergo - man bekam 2 Tage lang kostenlos die Chance zu lernen, sich auszutauschen und sein Netzwerk zu erweitern, eben eine Unkonferenz mit Mehrwert.

Hier ein paar visuelle Eindrücke des Camps - ein kleiner Einblick, denn es wurden bis heute schon über 750 Bilder bei flickr hochhgeladen.


Created with Admarket’s flickrSLiDR.

Bilder von Thorsten_HH

In 2009 wird es sicherlich wieder ein Hamburger barcamp geben, genauso wie in vielen weiteren Städten in Deutschland

Aber was ist eigentlich ein barcamp?
BarCamp ist eine “Unkonferenz”, d.h. eine offene, partizipative Veranstaltung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt werden und deren Grundsatz lautet:„NO SPECTATORS,ONLY PARTICIPANTS“
Die offene Atmosphäre und die Möglichkeit selber zu gestalten, ergeben sehr aktive und innovative Veranstaltungen, die innerhalb von kurzer Zeit sehr erfolgreich und beliebt geworden sind.
Seit dem ersten BarCamp in Palo Alto (Kalifornien) im August 2005 wurden weltweit über 330 BarCamps ab-gehalten. Quelle Wikipedia, eine sehr schöne Ausführung zu barcamps gibt es bei Franz Patzig zu lesen, der auch zu dem Orga-Team des 2. Hamburger barcamps gehörte.

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